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Asylverfahrensberatung

mit dem Schwerpunkt: Geschlechtsspezifische Verfolgung.

Von geschlechtsspezifischer Verfolgung sind vor allem Frauen betroffen. Sie wird im Asylverfahren oft nicht geltend gemacht. Dafür gibt es viele Gründe:

  • Die mit der Verfolgung verbundene sexualisierte Gewalt traumatisiert die Frauen.
  • Die frauenspezifische Gewalt zu thematisieren, kollidiert mit einem Tabu im Herkunftsland und gerade auch in der eigenen Familie.
  • Frauen, die mit ihren Männern flüchten, orientieren sich oft an der Verfolgungsschichte des Mannes
  • die Relevanz geschlechtsspezifischer Gewalterfahrung im Asylverfahren ist den Frauen oft nicht bekannt.

… und es gibt in Deutschland noch kein institutionalisiertes Verfahren zur Identifikation besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge!

Die Identifikation der von geschlechtsspezifischer Verfolgung betroffenen Frauen und ihr Zugang zu rechtlicher Beratung im Asylverfahren ist also mit besonderen Schwierigkeiten verbunden.   

Vernetzung

Die Asylverfahrensberatung mit dem Schwerpunkt Frauenspezifische Verfolgung macht daher zu diesem Thema gezielt Angebote zur Sensibilisierung von Sozialarbeiter*innen in den GUs, von spezialisierten Beratungsstellen für Frauen und für Opfer geschlechtsbezogener Gewalt, von Anwält*innen, Psycholog*innen, Fachärzt*innen für Psychiatrie und Gynäkolog*innen und von Selbstorganisationen geflüchteter Frauen.

Beratung

Ratsuchende geflüchtete Frauen, die von frauenspezifischer Verfolgung betroffen sein könnten, werden individuell und vertraulich zu ihren Rechten und Perspektiven im Asylverfahren beraten.

Die Beratung umfasst sowohl das Asylverfahren beim BAMF als auch ein mögliches Klageverfahren oder die Option eines Asylfolgeantrags.

Rechtliche Recherchen

Da die Entscheidungspraxis des BAMF und die Rechtsprechung zu frauenspezifischer Verfolgung bisher noch wenig untersucht wurde, wird die Beratung der betroffenen Frauen im Asylverfahren durch rechtliche Recherchen zur Entscheidungspraxis und zur einschlägigen Rechtsprechung ergänzt.

Kontakt

Die Beratung richtet sich an Geflüchtete aus Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Unsere Beratungen sind an keine Konfession gebunden. Sie ist für Sie kostenfrei.

Offene Sprechstunde

Donnerstags von 11 - 15 Uhr
weitere Termine nach telefonischer Vereinbarung.

Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg
Kiesstraße 14
64283 Darmstadt
rechtsberatung-asyl [at] diakonie-darmstadt [punkt] de

Ansprechpartnerinnen:

Benita Suwelack
Tel.:   06151 - 926 -139
Mobil: 0151-27153981
benita.suwelack [at] diakonie-darmstadt [punkt] de

Mary-Lisa Jayaseelen (freie Mitarbeiterin)
mary-lisa.jayaseelan [at] diakonie-darmstadt [punkt] de

 

Wir beraten in folgenden Sprachen:   
Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Dänisch

Gerne können Sie eine Sprachmittlerin Ihres Vertrauens mitbringen. Bei vorheriger Anfrage können wir Ihnen eine Sprachmittlerin vermitteln.

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