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Geschichte des Diakonischen Werks
Darmstadt-Dieburg

1849 bis 1960 im Schnellschritt

1848, mit der bürgerlichen Revolution,  entstand das Vereinswesen

•    Wichern gründet 1849 den Hilfsverein den Evangelischen Verein für Äußere und Innere Mission im Großherzogtum Hessen (später Hessischer Landesverein für Innere Mission) als organisierte Diakonie. 1850 entstanden zwei weitere Vereine (Verein im Großherzogtum Nassau u. Evangelischer Verein für Innere Mission FFM)

•    1948 wurden die 3 o.g. Landesvereine zusammengeführt zum Landesverband der Inneren Mission in Hessen und Nassau.

•    Als zweiter Impuls für organisierte Diakonie entwickelt sich nach dem zweiten Weltkrieg 1945 das Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland = Sondervermögen der Kirche, verwaltet durch Hauptbüros in den Kirchengebieten.

•    Das Evangelische Hilfswerk und die Innere Mission in Hessen und Nassau werden 1960 zusammengeführt zum Diakonischen Werk in Hessen und Nassau.

Darmstadt vor 1960

Die Innere Mission arbeitete in DA seit 1850, überwiegend mit alten und hilfsbedürftigen Menschen.

•    1912 - Seit Bestehen des Bahnhofs DA arbeitet auch die Bahnhofsmission.

•    1945 wurde auch in Darmstadt eine Stelle des Evangelischen Hilfswerks gegründet. (Zunächst im Keller des E-Stifts, dann erfolgte ein Umzug ins Fraueninternierungslager auf der Rheinstrasse)

•    Die Nachkriegszeit bestimmt die Aufgaben und Tätigkeiten – Volksküche für Bedürftige, Unterkunft für Durchreisende; Flüchtlinge unterstützen beim Ansiedeln (Siedlung für Buchenländer u. Ungarndeutsche in der Rheinstrasse, zunächst in Baracken. Leiter des Lagers war Herr. Zipf von 1951 bis 1959); Hilfen für Alte, Mütter, Haftentlassene, Mündel

•    1959 verlegt die Bezirksbetreuungsstelle Darmstadt des ev. Hilfswerks ihren Sitz von den Baracken in der Rheinstr. 124 in die Adelungstr. 38 (die dort residierende Kirchenleitung zieht um zum Paulusplatz).

1960 - 1969

Durch die Zusammenlegung der Inneren Mission und des Evangelischen Hilfswerkes wird das Diakonische Werk in Hessen und Nassau gegründet und damit auch in Darmstadt die erste Dekanatsstelle des Diakonischen Werkes.

•    am Kartoffelkeller (Zweifalltorweg) wird ein Gelände für den Neubau eines Diakonischen Zentrums erworben.

•    Das Diakonische Zentrum wird vollendet und in Dienst genommen. Es beherbergt: Das Hochhaus, den Zwischentrakt, das Wohn- und Übernachtungsheim und „die höhere Fachschule für Sozialarbeit“

•    Die Wohnungslosenhilfe / Nichtseßhaftenhilfe nimmt ihre Arbeit auf

•    Gründung des Betreuungsvereins (Mündelarbeit mit Vormundschaft und Pflegschaften)

•    Kirchen Jenseits – Hilfspakete für Kirchengemeinden in den Ostgebieten

•    Suchtberatung

•    Allgemeine Lebensberatung

•    Kleiderkammer

1970 - 1979

Herr Zipf übernimmt die Leitung der Dekanatsstelle Darmstadt

•    Beginn von Essen auf Rädern.

•    die Gemeinwesenarbeit (GWA) entwickelt sich in Kooperation mit dem
Caritasverband und der EFH (Kirchenallee, Rodgaustraße).

•    Behindertenhilfe wird aufgenommen (Selbsthilfe-Begleitung; Ausflüge und Freizeiten)

•    Straffälligenhilfe

•    Erholungshilfe (Beantragung von Mutter-Kind Kuren)

•    Griechenberatung

•    Suchtberatung mit vielen Selbsthilfegruppen werden weiterentwickelt

1980 - 1989

  • die Flüchtlingsberatung bekam neue Bedeutung über Flüchtlinge aus der 3.Welt.

  • Für die Wohnungslosenhilfe wird die ambulante Fachberatungsstelle Teestube Konkret konzipiert und eingerichtet.

  • Betreutes Wohnen im Rahmen der Wohnungslosenhilfe entsteht.

1990 - 1999

Herr Hensler tritt die Nachfolge von Herrn Stelzer an.

•    1994 werden die Dekanatsstellen Darmstadt und Dieburg zusammengeführt zur Dekanatsstelle Darmstadt-Dieburg.

•    Aufbau einer Täter-Opfer-Vermittlungsstelle.

•    Umwandlung der Zentralküche in eine gGmbH mit eigenem Geschäftsführer.

•    Eröffnung des Frauenübergangshauses in der Otto-Röhm-Straße in Darmstadt.

•    Weiterentwicklung der Griechenberatung zur Fachberatungsstelle für MigrantInnen.

•    Ab 1.1.1999 werden die vom Landesverband getragenen Dekanatsstellen umgewandelt in Regionale Diakonische Werke mit selbständiger Betriebsführung.

•    Das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ Eberstadt-Süd entsteht (gemeinsam mit dem Caritasverband).

•    BTV – aus Mündeln werden Betreute.

2000 – 2009

das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ in Kranichstein (= Städtebauförderungsprogramm) wird ebenfalls gemeinsam mit dem Caritasverband aufgenommen.

•    Edda Haack übernimmt die Leitung des Diakonischen Werkes, Herr Hensler geht in den Ruhestand.

•    Umzug der Beratungsstelle für den Landkreis und der Jugendberufshilfe von Dieburg nach Groß-Umstadt.

•    Der Verein für Jugend- und Erwachsenenhilfe / Betreuungsverein mit 2 Mitarbeitenden überträgt die Jugendberufshilfe mit den Mitarbeitenden auf das RDW. Der Verein bleibt Förderverein.

•    Entwicklung einer Organisationsstruktur mit 4 Arbeitsbereichen, denen 16 Arbeitsfelder der Sozialarbeit zugeordnet sind mit 68 hauptamtlich und ca. 30 ehrenamtlich Tätigen.

•    Weiterentwicklung des von der Stadt DA beauftragten Bildungsprojektes Seniorenbegleitung.

•    Geschäftsführung des Diakonischen Suchthilfeverbundes "Ambulante Reha Sucht".

•    Übernahme der Drogenhilfe scentral mit seinen 4 Arbeitsfeldern und somit die Aufnahme des 5. Arbeitsbereiches.

•    Erweiterung des Täter-Opfer-Ausgleichs um den zusätzlichen Jugend Täter-Opfer-Ausgleich.

•    Bau und Inbetriebnahme des Gemeinschaftshauses Muckerhaus in Arheilgen.

•    Eröffnung des Mehrgenerationenhauses (MGH) im Landkreis und

•    des Demenzservicezentrums (DSZ) für den Landkreis als Modellprojekt des Landes Hessen.

•    Übergangsmanagement in der JVA Eberstadt.

•    Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ Groß-Zimmern.

•    Weiterführung und –entwicklung der Bahnhofsmission ohne den Kooperationspartner Caritasverband.

•    BAMF Projekt BIFI (BürgerInnen fördern Integration).

2010 - heute

Aufnahme der GWA im Akazienweg gemeinsam mit der Stadtmission.

•    Bildungs- und Teilhabemodule für die KfB  „Impuls 50 +“ .

•    Weiterentwicklung der Drogenhilfe und Vernetzung mit der Wohnungslosenhilfe. Überführung der `Notschlafplätze` in ein `integriertes Überbrückungsangebot` in das Wohnheim.

•    Mobile Bahnhofsmission – Bundesprojekt.

•    Angebot in der JVA Weiterstadt.

•    Interkulturelles Glücksspirale Projekt in Kranichstein und Arheilgen als Beratungszentrum DA-Nord

•    Kündigung der Räumlichkeiten im Zweifalltorweg 10 und Umzug in die Kiesstraße 14.

•    Clearingstelle im Rahmen der Sucht- und Drogenhilfe.

•    Sprachförderprojekt Sprachwerkstatt in DA u. Groß-Zimmern.

•    Ausweitung der Jugendberufshilfe auf den Westkreis.

•    Neues Modellprojekt im Rahmen des Demenzservicezentrums: FrühbeET Frühbetroffene Menschen mit Demenz – Empowerment und Teilhabe.

•    Umsetzung des Diesterweg-Familienstipendiums in DA mit der Verortung im Muckerhaus.

•    Integrations-/Generationenprojekt "Älter werden im Quartier" im Rahmen der Stadtteilwerkstatt in Kranichstein.

•   Das niedrigschwellige Kursangebot „Auskommen mit Einkommen“ findet Landkreisweit und in der Stadt statt.

•  Projekt: Auf dem Weg zum  hessischen Familienzentrum- Kindertagestätte Wichernweg Groß-Zimmern- Mehrgenerationenhaus.

Auf dem Weg zum evangelischen Familienzentrum mit Verbindung in gemeindliche Netzwerke. Das Muckerhaus und das Mehrgenerationenhaus sind ins EKHN Programm aufgenommen worden.

• Aus einer DSZ und MGH Strategie heraus entwickelt sich im Kontext der Themen  Demenzfreundliche Kommune und Neue Wohnformen und demografischer Wandel entwickelt sich ein Wohnprojekt, getragen von einem privaten Investor, in der Stadt Weiterstadt: Das WoQuaZ: Wohn- und Quartierzentrum.

• Im WoQuaZ entstehen neben altengerechten und behindertenfreundlichen Wohnungen, eine Tagespflege und Gemeinschaftsräume usw. sowie eine Wohngemeinschaft für demenziell erkrankten Menschen.. Die Anmietung und das Betreiben dieser kommen zu unserem Wirken hinzu.

• Im WoQuaZ entsteht ein 2. Standort für das landkreisbezogene MGH (Mehrgernatonenhaus) und DSZ (Demenzservicezentrum).

• Die Freiwilligenagentur (FWZ) für den Landkreis wird mit 10 Wochenstunden in das MGH integriert.

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