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Das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg

Hilfe² im Quadrat – Hier und Jetzt

An 17 Standorten und 25 Feldern der Sozialarbeit ist das Diakonische Werk in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg tätig. Hinter dieser regionalen Verortung stehen vier evangelische Dekanate mit ihren vielen Kirchengemeinden – Dekanat Darmstadt Stadt, Dekanat Darmstadt Land und Dekanat Vorderer Odenwald und ein Teilbereich des Dekanats Bergstraße.
Am 31.12. 2013 beschäftigte das Werk ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wird von ca. 70 freiwillig Engagierten unterstützt.
Unser Motto „Hilfe² im Quadrat“ – zeigt sich auch in unseren 4 Arbeitsbereichen. Die verschiedenen Arbeitsfelder und Tätigkeiten organisieren sich fachlich in 4 Arbeitsbereichen und sind verwoben mit dem fachlich übergreifenden Bereich der Verwaltung:

  • Wohnungslosenhilfe – repräsentiert mit den vielfältigen stationären und ambulanten Angeboten den älteste und größte Arbeitsbereich.
  • Sucht- und Drogenhilfe - vertritt mit der klassischen und traditionsreichen Suchtberatung durch das neuerliche Hinzukommen der  niedrigschwelligen Drogenhilfe im scentral den jüngsten Bereich mit den zweitmeisten Mitarbeitenden.
  • Migration und Gemeinwesenarbeit (MIGWA) - umfasst sozialraum- und beteiligungsorientierte Projekte in benachteiligten Gemeinwesen, sowie Angebote für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrungen. Ebenfalls blickt die Gemeinwesenarbeit auf eine lange Tradition im DW zurück.
  • Beratungsdienste – neun unterschiedliche Beratungsaufträge sind in diesem Bereich gebündelt. So z.B. die Schwangerenberatung, Straffälligenhilfe, Fachstelle Jugendberufshilfe, der Täter-Opfer-Ausgleich.

Leitung und Verwaltung – bilden den Rahmen für die Arbeitsfelder der Sozialarbeit und übernehmen umfangreiche kaufmännische und organisatorische Servicefunktionen.

Das Regionale Diakonische Werk (rDW) ist mit seinen unterschiedlichen Arbeitsfeldern vor Ort präsent und bietet Hilfe² im Quadrat mit: 1. Räumen und Zeit; 2. Fachlichkeit; 3. sozial ethische, christliche Grundhaltungen und 4. solidarischem Handeln.

Wir als rDW sind Teil der evangelischen Kirche und wirken und arbeiten  im Zusammenhang von kirchlichem Auftrag, Freier Wohlfahrtspflege  und staatlicher Gesetzgebung.

Unser Handeln wird geleitet von dem folgenden Selbstverständnis

  • Jeder Mensch hat Grundrechte: Wir unterstützen und begleiten die Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte. Gemeinsam mit den betroffenen Menschen wenden wir uns gegen Ausgrenzung, Diskriminierung, Stigmatisierung, Ungerechtigkeit und Armut.
  • Die Würde des Menschen ist unantastbar: Wir achten den Menschen in seiner Einzigartigkeit, in seiner besonderen Lebenslage und seiner Lebenswelt.
  • Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes:  Vor diesem Hintergrund gibt es keine „hoffnungslosen Fälle“, sondern jeder hat seine Begabungen und Stärken. Wir wollen Menschen, die einen andern Menschen brauchen, auf ihrem Weg zur Selbsthilfe und Selbstorganisation begleiten und unterstützen.
  • Teilhabe und Solidarität: Wir fördern Solidarität und Engagement für das Gemeinwohl. Wir achten und unterstützen aktiv das vielfältige soziale Engagement von freiwillig und ehrenamtlich Tätigen, Selbsthilfegruppen, Initiativen und Verbünden. Wir kooperieren mit der Kirche und ihren Gemeinden und anderen Trägern der freien Wohlfahrtspflege und Initiativen. Als Anwältin der Benachteiligten unterstützen wir Anliegen gegenüber Staat, Politik und Gesellschaft und sorgen gemeinsam mit den Betroffenen für die Wahrung und Durchsetzung von Rechten für eine wahrhaftige Teilhabe für ALLE Menschen.

Wir sind  Dienstleisterin, zivilgesellschaftliche Akteurin und Teil der evangelischen Kirche.  Wir arbeiten mit am Wohl der Menschen und unserer Stadt und unseren Gemeinden.
Der Mensch in seinen Bedürfnissen, Geschichten und besonderen Lebenslagen steht für uns  im Mittelpunkt. Das heißt für uns:

  • Unsere Dienstleistungen fußen auf fachlichen Standards sowie sozialethischen, christlichen Werten. Wir betrachten die um Rat und Hilfe suchenden Menschen als in sich und für sich kundige Personen. Deshalb werden wir nicht besser wissend für Menschen tätig, sondern beschreiten mit ihnen zusammen begehbare Wege und finden zusammen angemessene Lösungen. Unsere Angebote sind allen Rat- und Hilfesuchenden zugänglich unabhängig von Nationalitäten, Kulturen und Religionen.
  • Wir handeln sozialpolitisch und zivilgesellschaftlich gemeinsam mit benachteiligten Menschen und mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteurinnen. Wir beziehen strukturelle Ursachen von Ausgrenzung, Benachteiligung und Diskriminierungen in unsere Strategien und unser Handeln ein.  Mit aller Leidenschaft treten wir ein für Teilhabe, Beteiligung, Integration, Inklusion und Vielfalt. So fördern wir bürgerschaftliches Engagement und unterstützen Initiativen und Nachbarschaften in Gemeinwesen. Wir stehen für einen starken und handlungsfähigen Sozialstaat.
  • Soziale Dienste brauchen Strukturen die tragen, die Teilhabe schaffen und bedarfsgerecht sind. Deshalb brauchen wir eine verlässliche Finanzierung unserer Arbeit. Soziale Rechte der Menschen  dürfen nicht nach Kassenlage gekürzt werden. Nachhaltig sind deshalb für uns Unterstützungssysteme und Strukturen, wenn sie die  Lasten der Menschen beheben, damit sie in sozialer Sicherheit leben können. Deshalb brauchen wir auch präventives vorsorgendes Anpacken.
  • Unser Handeln ist gemeinnützig.  Wir verfolgen keine wirtschaftlichen Interessen und erstreben keine Gewinne. Aber wirtschaften ökonomisch und ressourcenbezogen In den letzten Jahren konnten wir erfreulicherweise die Aktivitäten unseres Werkes ausweiten. Seit 2006 hat sich das „Geschäftsvolumen“ stetig erhöht. Die wirtschaftliche Solidität unseres Werkes müssen wir jedes Jahr durch die Erstellung eines ausgeglichenen Jahresabschlusses unter Beweis stellen. Unsere Arbeitsfelder dürfen in der Gesamtheit keine Finanzierungslücke aufweisen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen rückt die Finanzierbarkeit unserer Tätigkeiten zunehmend in den Vordergrund. Verstärkt gewinnen daher ergänzende Spendengelder für unser Tun eine große Bedeutung. Für den Umfang unserer diakonischen Aktivitäten stellt somit der vorhandene finanzielle Spielraum eine entscheidende begrenzende Größe dar.

Jeder braucht irgendwann einmal einen anderen Menschen. Wir sind für Menschen da, wenn sie uns brauchen. Das ist ihr gutes Recht.

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